| Aktuelles |
| |
| |
| Schützengilde mit Platz zwei beim DSB-Pokal-Finale in eigener Halle |
| |
| 28.02.2010 - Hunderte Vereinsmannschaften aus dem gesamten Bundesgebiet hatten sich im September 2009 um die Teilnahme am DSB-Pokal-Finale mit Druckluftwaffen beworben. In drei Vorrundenwettbewerben wurden die Teilnehmer ermittelt, die am Samstag bereits das Finale um die begehrten Trophäen austrugen. Nach 2006 war die Schützengilde Frankfurt an der Oder 1406 e.V. zum zweiten Mal Ausrichter dieses sportlichen Höhepunkts und Gastgeber von 20 Gewehr- und 16 Pistolenteams mit insgesamt 256 Schützen aus sieben Bundesländern. |
| |
Die Pistolenmannschaft der Frankfurter Schützengilde, die diesen Pokal bereits acht mal an die Oder geholt hatte, wollte als Titelverteidiger den Vorjahreserfolg natürlich wiederholen und ging trotz des Fehlens des Topschützen Florian Schmidt ambitioniert zu Werke. Deuteten doch die Ergebnisse im Vorfeld auf ein Ergebnis hin, welches die Hoffnungen auf den Pokalgewinn vor heimischem Publikum nährte. |
| |
 |
| |
| Als erster Frankfurter trat Olaf Haspel an die Startlinie. Seine 375 Ringe entsprachen seinem diesjährigen Leistungsvermögen und sollten ein solides Fundament für ein erfolgreiches Endergebnis darstellen. Vorerst belegten die Frankfurter Platz zwei. Dass sich bereits nach dem ersten Durchgang ein Zweikampf zwischen den Frankfurtern und den vorjährigen fünftplatzierten Schützenkameraden aus Aalen-Neßlau entwickeln sollte, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorauszusagen.
|
| |
| Als zweiten Schützen schickten die Frankfurter das 14-jährige Nesthäkchen Josefin Eder (Foto) an den Start. Dabei gab es nicht Wenige, die sich fragten, ob sie sich als Neuling in dieser für sie doch ungewohnten Situation würde behaupten können. Aber die Tochter des einstmaligen Frankfurter Weltklasseschützen Gernot Eder meisterte ihren Wettkampf mit Bravour und ließ alle Zweifler verstummen. Mit ausgezeichneten 369 Ringen brachte sie das Frankfurter Team zwischenzeitlich in die Spitzenposition. Niemand glaubte zu diesem Zeitpunkt, dass die erfolgreiche Titelverteidigung noch in Gefahr geraten könnte. Aber noch waren vier Durchgänge zu bewältigen und die Pistoleros aus dem Württembergischen Aalen-Neßlau zeigten bereits in Durchgang drei mit ihrem Spitzenschützen Leo Braun wie hoch die Trauben für den Gastgeber hängen sollten. Braun, der sich ebenso wie seine direkte Kontrahentin aus Frankfurt Stefanie Thurmann erst kürzlich für die im März stattfindenden Europameisterschaften in Norwegen qualifiziert hatte, distanzierte die Frankfurterin deutlich. Braun legte gute 383 Ringe vor, denen Thurmann mit für sie mäßigen 371 Ringen nicht viel entgegen zu setzen hatte.
|
 |
| |
| Aalen-Neßlau hatte erneut die Führung mit 9 Ringen Vorsprung übernommen. Die Frankfurterin Birgit Urbanek kam im Durchgang vier überhaupt nicht in den Wettkampf und konnte nur mit einer guten 96-er Schlussserie das totale Debakel verhindern. Franz Möndel von Aalen-Heßlau schoss solide 373 Ringe und nahm den Frankfurtern weitere 10 Ringe ab.
Bereits nach Durchgang vier sollte feststehen, dass eine erfolgreiche Cup-Verteidigung in weite Ferne gerückt war. Zwar hatten die Frankfurter mit Holger Buchmann und Torsten Rexin noch zwei bewährte Asse im Ärmel, aber 19 Ringe Rückstand waren zu diesem Zeitpunkt doch schon ein ordentliches Pfund.
Buchmann schoss solide das, was er in den letzten Jahren beim Finale immer zustande brachte, konnte aber mit 375 : 372 Ringen lediglich 3 Zähler auf die Führenden gut machen. |
| |
| Aus eigener Kraft war der Sprung auf´s Treppchen nicht mehr zu schaffen. Der Kontrahent aus Aalen-Neßlau Thomas Singvogel hätte schon fürchterlich einbrechen und Torsten Rexin einen super Tag erwischen müssen. Da aber beides nicht eintraf, konnte Rexin lediglich den Rückstand erträglicher gestalten und die Gegnerschaft beim Kampf um Rang zwei in Schach halten. 374 : 370 Ringe hieß letztlich das Duell zwischen Rexin und Singvogel.
Letztlich war der Vizerang für die Gastgeber ein Erfolg mit Potential nach oben und sollte für die kommenden Jahre Zuversicht geben. Besonders, wenn man bedenkt, dass die Frankfurter mit Josefine Eder die Entdeckung dieser Finalentscheidung in ihren Reihen hatten.
Zusätzlich, sozusagen als Zugabe, verbuchten die Frankfurter in der Einzelwertung noch je eine Silbermedaille durch Josefine Eder in der Jugendklasse und Torsten Rexin in der Altersklasse.
|
| |
| In der Gewehrklasse siegte souverän die FSG Der Bund München I.
Abschließend soll nicht unerwähnt bleiben, dass die gastgebende Schützengilde Frankfurt a.d. Oder 1406 e.V. erstklassige Wettbewerbe organisiert und in enger Zusammenarbeit mit dem Leiter der Schießanlage der Stadt Frankfurt Manfred Kurzer durchgeführt hatte. Der gesamte Vorstand um Benno Bölke hatte sich derart ins Zeug gelegt, dass es beim abschließenden Abschlussabend im Ramada-Hotel durchweg Lob und Anerkennung der anwesenden Delegationen und durch die Vertreter des Brandenburgischen und des Deutschen Schützenbundes gab. |
| |
| Hier gibt es die ausführlichen Ergebnissen... |
| |
| |
Bericht: SGi-jg Fotos: Benjamin Gramsch |
|
| |
| |
| |
| |