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Schmidt und Thurmann dominieren 24 Stunden lang
 
17.10.2011 - Zum vierten Mal hat die Frankfurter Schützengilde das 24-Stunden-Schießen um den Wanderpokal des BMW Autohauses Bothe ausgerichtet. Punkt zwölf Uhr fiel am Samstag der erste Schuss auf der Schießsportanlage an der Autobahn. Dabei bildeten immer zwei Schützen eine Mannschaft und wechselten sich in einem Zwei-Stunden-Takt mit dem Schießen ab, so dass jeder Sportler auf sechs Wettkämpfe kam. Mit insgesamt 11 Gewehr- und 13 Pistolenteams gab es auch einen neuen Teilnehmerrekord.
 
Florian Schmidt, Stefanie Thurmann, Frank Schwarz und Steffen Wenzel (v.l.)
 
Sieger des Wanderpokals bei den Gewehrschützen wurden die Titelverteidiger Anne Kowalski (Dresden) und Torsten Sperling (Deutschenbora) knapp vor dem Frankfurter Duo Frank Schwarz und Steffen Wenzel. Dabei blieb es spannend bis zum letzten Schuss. Im direkten Duell Kowalski und Schwarz zeigte der Frankfurter einen starken Wettkampf mit 391 Ringen, schoss jedoch mit zwei neuner Treffer aus. Kowalski lies sich im Wettkampf Zeit und musste um jeden Schuss kämpfen. Am Ende kam sie auf 382 Ringe und konnte den Wanderpokal für ihr Team mit drei Ringen Vorsprung sichern. Teamkollege Sperling gelang es zwei Mal mit 397 Ringen den Standrekord einzustellen. Der dritte Platz ging an Florian Wilfert und Patrick Lindner (Deutschenbora).
 
In der Pistolenwertung zeichnete sich schon nach den ersten beiden Durchgängen ein klares Bild ab: Die Frankfurter Nationalmannschaftsschützen Stefanie Thurmann und Florian Schmidt dominierten das Starterfeld von Anfang an. Schmidt startete als erstes und schoss gleich mit 388 Ringen neuen Standrekord. Im zweiten Durchgang legte Thurmann nach und stellte diesen Rekord gleich wieder ein. Beide hatten jedoch noch nicht genug: Florian Schmidt legte noch einen drauf und schoss mit 391 Ringen erneut Hallenrekord und stellte gleichzeitig einen neuen persönlichen Bestwert auf. Thurmann legte erneut zu und kam „nur“ auf 389 Ringe, was gleichzeitig auch für sie neue persönliche Bestleistung bedeutete. „Ich weiß, dass beide diese Leistungen abrufen können, jedoch hätte ich vorher nie daran geglaubt, dass beide 24 Stunden lang solch eine hohe und vor allem konstante Leistung abrufen. Das gibt uns Mut und Hoffnung für die anstehenden Qualifikationen für die Olympischen Spiele 2012 in London“, so der Frankfurter Trainer Karl-Heinz Urban. Rang zwei belegten die Schützen Torsten Rexin und Holger Buchmann die für die Frankfurter Schützengilde im DSB-Pokal starten. Rang drei dieses Marathonschießens ging an unsere polnischen Gäste Roman Kedra und Pavel Maly aus Zielona Gora.
 
Nach anstrengenden und aufregenden 24 Stunden, in denen sowohl Leistungs- als auch Hobbyschützen psychisch aber auch physisch an ihre Grenzen kamen, sollte niemand nach diesem Wettkampf leer ausgehen. Denn für jeden einzelnen, egal ob jung oder alt ist es eine besondere Leistung diesen Mammutwettkampf zu überstehen. So konnten sich alle Aktiven über Erinnerungspokale sowie über kleine Präsente der Waffenfirma Anschütz freuen. Aber nicht zu vergessen sind die ausgelobten Preisgelder und die Wanderpokale des BMW-Autohauses Bothe. Präsident der Schützengilde Benno Bölke und Vizepräsident Henry Helm bedankten sich in diesem Rahmen beim Autohaus Bothe und der Sportlerversorgung „Schwenk“ die uns seit Auflage dieses Wettkampfes unterstützen.
 
Die ausführlichen Ergebnisse gibt es hier...
 

Bericht und Foto: Benjamin Gramsch

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